Die bestehenden Deponiekapazitäten für Typ E Material werden gemäss den kantonalen Grundlagen in wenigen Jahren ausgeschöpft sein. Ohne Erweiterung drohen längere Transportwege, höhere Kosten sowie zusätzliche Umweltbelastungen. Die FDP begrüsst deshalb, dass mit der Etappe 5 ein bestehender Standort sinnvoll weiterentwickelt wird, anstatt neue Flächen zu beanspruchen.
«Eine sichere Entsorgungsinfrastruktur gehört zur Grundversorgung unseres Kantons. Sie schafft Planungssicherheit für Gewerbe, Bauwirtschaft und Bevölkerung und stärkt den Wirtschaftsstandort Nidwalden», sagt Landrat Alexander Schuler.
Für die FDP stehen wirtschaftliche Vernunft und Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt nicht im Widerspruch. Entscheidend sei, dass sämtliche Vorgaben zum Gewässer-, Natur- und Landschaftsschutz konsequent eingehalten sowie die vorgesehenen Ersatz- und Wiederherstellungsmassnahmen wirksam umgesetzt und langfristig überwacht werden.
«Wer bestehende Infrastruktur verantwortungsvoll weiterentwickelt, schont Ressourcen und verhindert zusätzliche Eingriffe in unberührte Landschaften. Gleichzeitig erwarten wir eine transparente Kontrolle der Umweltmassnahmen und einen konsequenten Gewässerschutz», betont Alexander Schuler.
Die FDP weist zudem darauf hin, dass die Erweiterung der Deponie Cholwald keine Dauerlösung sein darf. Parallel dazu müsse die Zentralschweiz ihre langfristige Deponieplanung konsequent vorantreiben. Ebenso seien Innovationen in der Kreislaufwirtschaft sowie moderne Recyclingverfahren gezielt zu fördern, damit der Bedarf an Deponieraum langfristig reduziert werden kann.
«Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und Umweltschutz gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Erweiterung ist heute notwendig. Gleichzeitig müssen wir bereits heute die Entsorgungslösungen von morgen planen», so Alexander Schuler abschliessend.
Die FDP Nidwalden erwartet zudem, dass der Kanton regelmässig über die verbleibenden Deponiekapazitäten, den Fortschritt der Ersatzmassnahmen sowie die langfristige Deponieplanung informiert. Ebenso sollen die Ergebnisse des Umweltmonitorings transparent veröffentlicht werden. Das stärkt das Vertrauen der Bevölkerung und schafft eine verlässliche Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen.